Nur ein marginales Update: Was die neuen Akku-Lecks zum iPhone 18 Pro bedeuten
Wenn es um die Akkuleistung von iPhones geht, halten sich die sprunghaften Verbesserungen traditionell in Grenzen. Ein aktuelles Leak, das angeblich die Kapazitäten des kommenden iPhone 18 Pro offenbart, bestätigt diesen Eindruck einmal mehr. Die Zahlen zeigen: Wer auf eine revolutionäre Akkuleistung gehofft hat, wird auch bei Apples Pro-Modellen im Jahr 2026 wohl wieder auf die bewährte Taktik des Kaliforniers setzen müssen – Effizienz statt purem Kapazitätszuwachs.
Die Zahlen im Detail: Ein marginales Plus
Laut den geleakten Daten fällt das Akku-Upgrade beim iPhone 18 Pro äußerst bescheiden aus. Wie bereits in den Vorjahren zeigt sich ein interessanter Unterschied zwischen den Modellen mit physischer SIM-Karte und den reinen eSIM-Varianten. Da Apple in den USA die SIM-Schublade bereits seit dem iPhone 14 eliminiert hat, bleibt dort im Gehäuseinneren physisch mehr Platz für eine etwas größere Zelle. In China, wo iPhones weiterhin mit physischem SIM-Tray ausgeliefert werden (das iPhone Air ausgenommen), fällt die Kapazität dementsprechend geringer aus.
Das sind die geleakten Werte im Vergleich zum iPhone 17 Pro:
| Modell | iPhone 17 Pro | iPhone 18 Pro (Leak) | Unterschied |
|---|---|---|---|
| China / Physische SIM | 3.988 mAh | 4.056 mAh | +68 mAh (+1,7%) |
| US / eSIM-only | 4.252 mAh | 4.288 mAh | +36 mAh (+0,8%) |
Ein Plus von 36 mAh bei der US-Variante? Das ist im Alltagstest kaum spürbar und bewegt sich im Bereich von Messungenauigkeiten. Selbst die China-Variante mit 68 mAh mehr bietet keinen Anlass zu Jubelstürmen.
Der Pro Max geht andere Wege
Interessant ist der Kontrast zum größeren Schwestermodell: Der Leaker Digital Chat Station hatte bereits im Februar behauptet, dass das iPhone 18 Pro Max in die Liga der 5.000-mAh-Akkus aufsteigen wird. Für die China-Version sollen rund 5.000 mAh erwartet werden, internationale Varianten sogar bei 5.100 bis 5.200 mAh liegen. Während Apple beim Pro Max also offenbar einen deutlichen Sprung wagt, bleibt das Standard-Pro-Modell auf der Bremse stehen. Das verdeutlicht einmal mehr, wie stark Apple das Gehäusedesign und die Bauhöhe der kleineren Pro-Modelle diktiert – ein dickerer Akku würde hier vermutlich die begehrte schlanke Formgebung ruinieren.
Warum Apple mehr Kapazität gar nicht zwingend braucht
Bevor wir die leakedten Zahlen als Rückschritt abhaken, lohnt sich ein genauerer Blick auf die Systemarchitektur. Ein größerer Akku ist nur die halbe Miete; die andere Hälfte ist die Effizienz der Hardware. Und hier könnte das iPhone 18 Pro seine wahre Stärke ausspielen.
Die Geräte werden voraussichtlich von Apples neuem A20 Pro Chip angetrieben, der auf TSMCs hochmodernem 2nm-Prozess fertigt wird. Der Sprung von 3nm auf 2nm verspricht nicht nur Performance-Zuwächse, sondern vor allem eine drastisch reduzierte Stromaufnahme bei gleicher Rechenleistung. Hinzu kommt das erwartete C2 Modem, Apples hauseigene Weiterentwicklung der Mobilfunkchips. Ein effizienteres Modem bedeutet weniger Stromverbrauch, insbesondere bei der Suche nach Netzen und der Datenübertragung in schwachen Funkzellen.
Kurz gesagt: Wenn Hardware und Prozesse effizienter werden, braucht Apple die Akkukapazität nicht zwingend massiv aufstocken, um die Laufzeit zu verbessern. Die Philosophie lautet: Gleichbleibende oder leicht bessere Laufzeit bei unverändert kompaktem Gehäuse.
Weitere Änderungen im Visier
Abseits des Akkus deuten die aktuellen Gerüchte auf weitere spannende Hardware-Optimierungen hin. So soll das Dynamic Island beim iPhone 18 Pro schrumpfen – ein lang ersehnter Schritt, der der Front mehr Bildschirmfläche zurückgibt. Zudem arbeitet Apple angeblich an einer vereinfachten Camera Control-Funktion. Das Highlight der Kamera-Hardware dürfte jedoch ein Upgrade des Hauptobjektivs mit variabler Blende sein, was besonders bei schlechten Lichtverhältnissen und bei der Schärfentiefe für bessere Resultate sorgen könnte.
Fazit: Platz ist teuer, Effizienz ist König
Sollten sich diese Zahlen aus der Lieferkette oder regulatorischen Datenbanken bewahrheiten, zeichnet sich ein klares Bild ab: Apple bleibt beim iPhone 18 Pro beim Kurs der Marginalität bei der reinen Akkugröße. Das Unternehmen nutzt den Platz im Gehäuse lieber für andere Komponenten oder behält das schlanke Design bei, anstatt dicke Akkus einzubauen. Die Hoffnung auf spürbar längere Laufzeiten ruht damit voll auf dem 2nm-A20-Chip und dem C2-Modem. Ob diese Effizienz-Sprünge die Erwartungen erfüllen, wird sich spätestens im September zeigen, wenn Apple die neue Generation voraussichtlich vorstellt.
Quelle: MacRumors