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iOS 27: Apple Cash erkennt Rechnungen per Foto

Apple bringt mit iOS 27 ein neues Feature für Apple Cash: Rechnungen lassen sich künftig per Foto scannen und direkt aufteilen. Ein Blick auf die Details und die Limitierungen.

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Codekiste Redaktion1. Juni 2026

Rechnungen teilen per Schnappschuss

Wer beim gemeinsamen Abendessen oder beim Urlaub mit Freunden schon oft verzweifelt versucht hat, die Rechnung fair aufzuteilen, kennt das Problem: Man tippt Beträge ab, rechnet nach, wer was geschuldet hat, und am Ende entsteht trotzdem Chaos. Apple will dieses alltägliche Problem mit dem nächsten großen Update für das iPhone lösen. Laut Bloomberg-Mark-Gurman wird iOS 27 eine Funktion für Apple Cash einführen, die es Nutzerinnen und Nutzern ermöglicht, eine Quittung einfach abzufotografieren und daraus automatisch Zahlungsanfragen an verschiedene Personen zu generieren.

Die Funktion ist direkt an den Peer-to-Peer-Dienst Apple Cash in der Wallet-App geknüpft. Wer bereits heute Geld über Apple Cash verschickt, kennt den Prozess: Betrag eingeben, Empfänger auswählen, abschicken. Mit der neuen Funktion geht Apple einen Schritt weiter, indem die Kamera des iPhones als Eingabemethode dient. Statt manuell Beträge einzutippen, reicht ein Foto der Rechnung, und das System schlägt vor, wer wie viel zahlen soll.

Integration über Wallet, Messages und Apple Watch

Die Funktion zur Rechnungsaufteilung wird nicht nur in der Wallet-App verfügbar sein, sondern auch über die Nachrichten-App (Messages) zugänglich gemacht. Das macht Sinn, da die meisten Gruppenchats, in denen Geld geteilt wird, ohnehin über iMessage laufen. Praktisch: Auch die Apple Watch soll die Möglichkeit bieten, Zahlungen zu bestätigen – ein Detail, das den Alltag erleichtert, wenn man gerade das Handy nicht zur Hand hat.

Allerdings gibt es einen gewichtigen Haken: Apple Cash ist bislang ausschließlich in den Vereinigten Staaten verfügbar. Nutzerinnen und Nutzer in Deutschland, Österreich oder der Schweiz können den Dienst aktuell nicht nutzen, und es gibt keine konkreten Anzeichen dafür, dass sich das mit iOS 27 ändert. Das bedeutet, dass eine der nützlichsten Neuerungen in iOS 27 für den deutschsprachigen Raum vorerst nutzlos bleibt. Apple hat sich bei Apple Cash bisher nicht dazu durchringen können, die notwendigen Partnerschaften mit lokalen Banken und Regulierungsbehörden außerhalb der USA einzugehen. Solange sich daran nichts ändert, bleibt das Feature für viele Europäer ein theoretischer Mehrwert.

"Create a Pass": Eigene digitale Ausweise scannen

Neben der Rechnungsaufteilung bringt iOS 27 noch eine weitere Verbesserung für die Wallet-App mit sich, die deutlich universelleren Charakter hat. Unter dem Namen "Create a Pass" wird Apple eine Funktion einführen, mit der Nutzerinnen und Nutzer eigene digitale Pässe erstellen können, indem sie physische Dokumente wie Kinotickets, Konzerteintrittskarten oder Mitgliedschaftskarten scannen. Bisher war die Wallet-App auf Pässe beschränkt, die von Unternehmen offiziell bereitgestellt wurden. Mit der neuen Option schließt Apple die Lücke zwischen physischen und digitalen Dokumenten und gibt Nutzerinnen und Nutzern mehr Kontrolle über ihre Karten.

Diese Funktion könnte sich als deutlich nützlicher erweisen als das Apple-Cash-Feature, da sie nicht an regionale Beschränkungen geknüpft ist. Wer seine Fitnessstudio-Karte oder sein Lieblings-Kino-Ticket digitalisieren möchte, kann das künftig direkt in der Wallet-App tun, ohne auf die Unterstützung des jeweiligen Unternehmens warten zu müssen.

watchOS 27: Neues Zifferblatt "Orchid"

Für die Apple Watch stehen mit watchOS 27 offenbar ebenfalls Neuerungen an. Gurman berichtet von neuen Zifferblättern, die unter dem Codenamen "Orchid" entwickelt werden. Eines davon soll eine vereinfachte Version eines bestehenden Apple Watch Ultra-Zifferblatts sein, das künftig auch für die Standard-Serienmodelle verfügbar wird. Das deutet darauf hin, dass Apple die klare Trennung zwischen Ultra- und Standard-Modellen bei den Zifferblättern aufweicht – ein Schritt, der viele Nutzerinnen und Nutzer freuen dürfte, die das Design der Ultra-Zifferblätter schätzen, aber kein Ultra-Modell besitzen.

Apple im Gespräch mit Intel und Samsung über US-Produktion

Ein weiteres Detail aus dem Bericht: Apple hat laut Bloomberg "erkundende" Gespräche mit Intel und Samsung über die Herstellung seiner Hauptprozessoren in den Vereinigten Staaten geführt. Apple-Exekutive sollen eine von Samsung errichtete Fabrik in Texas besucht haben, die fortschrittliche Chips herstellen wird. Diese Gespräche stehen im Kontext der zunehmenden geopolitischen Spannungen zwischen den USA und China sowie der Bemühungen der US-Regierung, die heimische Chipproduktion zu stärken. Für Apple, das bisher stark auf TSMC in Taiwan setzt, wäre eine Diversifizierung der Lieferkette ein strategischer Schritt, um Risiken zu minimieren.

Allerdings sind diese Gespräche noch in einem sehr frühen Stadium, und es ist unklar, ob und wann sie zu konkreten Vereinbarungen führen. Die Qualität und Effizienz von Intel- und Samsung-Fertigungsprozessen müsste mit der von TSMC konkurrieren können, was aktuell noch eine offene Frage ist.

Fazit: Praktische Neuerungen mit regionalen Einschränkungen

iOS 27 bringt mit der foto-basierten Rechnungsaufteilung ein Feature, das den Alltag vieler Menschen vereinfachen könnte. Die enge Integration in Wallet, Messages und die Apple Watch zeigt, dass Apple das Ökosystem weiter verzahnt. Doch die Beschränkung von Apple Cash auf die USA trübt das Bild für Nutzerinnen und Nutzer außerhalb der USA. Die "Create a Pass"-Funktion dürfte hingegen weltweit verfügbar sein und die Wallet-App deutlich nützlicher machen. Es bleibt abzuwarten, was Apple auf der kommenden WWDC noch aus dem Hut zaubert – die Erwartungen an iOS 27 sind nach diesen Vorab-Informationen zumindest teilweise gedämpft, wenn man nicht in den USA lebt.

Quelle: MacRumors

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