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iOS 27: Split-Screen und Landscape-Modus dank faltbarem iPhone

Apple rüstet iOS 27 mit System-weiter Anpassung für Landscape-Modus und Split-Screen nach. Der Auslöser: Das faltbare iPhone, dessen 7,8-Zoll-Display den Paradigmenwechsel erzwingt.

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Codekiste Redaktion2. Juni 2026

Für fast zwei Jahrzehnte war iOS auf einen klaren Formfaktor getrimmt: hochkant, schmal und primär für die Einhandbedienung optimiert. Doch dieses fundamentale Designparadigma steht kurz vor seinem größten Umbruch. Wie der bekannte Leaker Fixed Focus Digital aktuell berichtet, arbeitet Apple an einem Split-Screen- und Landscape-Adaptionsfeature für iOS 27. Der Auslöser für diesen längst überfälligen Schritt ist jedoch nicht ein plötzlicher Sinneswandel in Cupertino, sondern schlicht die Hardware: das erwartete faltbare iPhone.

Das Letterboxing-Problem der Foldables

Ein faltbares iPhone bringt im geöffneten Zustand ein 7,8-Zoll großes Inner Display mit sich. Während Android-Hersteller wie Samsung oder Huawei bei ihren Foldables seit Jahren auf System-Ebene eingreifen, um Apps für das breite Querformat zu optimieren, offenbart iOS hier eine historische Schwachstelle. Nahezu jede iPhone-App ist für ein schmales, hochkantes Display programmiert. Würde man diese Apps ungefiltert auf einem 7,8-Zoll-Querformat-Display ausgeben, sähe man entweder absurd viel weißen Raum oder das Bild würde durch breite schwarze Balken (Letterboxing) geschnitten werden. Fixed Focus Digital brachte es auf den Punkt: iOS sei zwar „indeed excellent“, doch die Anpassung an große Bildschirme blieb stets unter den Erwartungen.

Der Leaker nutzt den Ansatz von Huawei als Referenzpunkt für die Art der Lösung, die Apple verfolgt – nicht als Hinweis darauf, dass Apple Huaweis Implementierung einfach kopiert. Viel näher liegt ohnehin der Blick auf das hauseigene iPadOS. Apple beherrscht die systemweite Landscape-Adaption und den Split-Screen-Modus auf dem iPad seit Jahren mit Bravour. Bizarreweise fehlte auf dem iPhone bislang jede Spur eines vergleichbaren Mechanismus.

Bestätigung durch Mark Gurman

Der Bericht von Fixed Focus Digital fügt sich nahtlos in frühere Exclusive-Reports von Bloomberg-Journalist Mark Gurman ein. Bereits im März dieses Jahres berichtete Gurman, dass iOS 27 die Darstellung von zwei Apps nebeneinander auf dem inneren Display des faltbaren iPhones unterstützen wird. Zudem sprach er von einem iPad-ähnlichen Layout, bei dem Navigationsleisten in unterstützten Apps auf die linke Seite wandern, um die breitere Bildschirmfläche sinnvoll zu nutzen.

Es ist ein klassischer Apple-Zug: Warten, bis die Hardware die Notwendigkeit unumstößlich macht, und dann die Software radikal anpassen. Bei Android war Split-Screen auf Smartphones lange Zeit ein Feature, das man wegen der kleinen Displays kaum nutzte. Bei einem aufklappbaren Gerät mit fast 8 Zoll Diagonale wird der Split-Screen jedoch vom Gimmick zum essenziellen Workflow-Tool.

Kritische Einordnung: Spät, aber zwingend notwendig

Aus journalistischer Sicht ist dieser Schritt überfällig. Apple hat das iPhone-Ökosystem erstaunlich lange in einem UX-Käfig gehalten. Zwar garantiert der Fokus auf das Hochformat eine gewisse Konsistenz, doch die Weigerung, auch nur ansatzweise Multitasking-Features auf dem Smartphone anzubieten, wirkte in den letzten Jahren zunehmend anachronistisch. Mit iOS 27 holt Apple nun auf, was die Konkurrenz vorgemacht hat, setzt aber – wie so oft – auf die nahtlose Integration in das bestehende System.

Die große Frage wird die Developer-Experience sein. Die Umstellung von reinen Portrait-Layouts auf adaptive Views, die Navigationsleisten umpositionieren und im Split-Screen funktionieren, erfordert von den Entwicklern Anpassungen. Die gute Nachricht für App-Entwickler: Wer seine App bereits für das iPad im Landscape-Modus optimiert hat, wird sich über SwiftUI und UIKit relativ leicht in das neue iOS-Paradigma einfinden können. Die System-Weiche wird das Heavy Lifting übernehmen, bis die Apps nativ nachziehen.

Die Skalierung von iPadOS-Paradigmen auf ein 7,8-Zoll-Display ist jedoch nicht trivial. Ein iPad Mini bringt 8,3 Zoll mit sich – Apple muss also sicherstellen, dass die UI-Elemente und Touch-Targets auf dem etwas kleineren Foldable-Display nicht zu klein geraten. Die Balance aus Informationsdichte und Bedienbarkeit auf dem kleinen Querformat-Bildschirm wird über den Erfolg oder Misserfolg dieser Software-Revolution entscheiden.

Ausblick auf die WWDC 2026

Apple wird iOS voraussichtlich auf der WWDC 2026 Ende dieses Monats offiziell vorstellen. Das Update soll dann im Herbst gemeinsam mit den iPhone 18 Pro Modellen und dem ersten faltbaren iPhone auf den Markt kommen. Es wird spannend zu beobachten sein, ob die Landscape-Adaption ein exklusives Feature für das Foldable bleibt oder ob Apple nachzieht und auch den großen Standard-iPhones (Pro Max) einen echten Landscape-Modus mit Split-Screen spendiert. Letzteres wäre ein logischer Schritt, der das iPhone als Produktivitätsgerät endlich auf die Stufe heben würde, auf der sich Android-Smartphones bereits seit Jahren befinden.

Quelle: MacRumors

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