Wenn man das iPhone 18 Pro auspackt, fällt direkt auf, ey, das Ding sieht genauso aus wie einen 17 Pro. Klar, es gibt neue Farben und die Dynamic Island ist kleiner, aber sonst? Nun, ich habe das iPhone 18 Pro und 18 Pro Max im Laufe der letzten Woche von oben bis unten durchgetestet. Apple's ersten 2 Nanometer Smartphone Prozessor ans Limit gebracht, die größere Kühlkammer mit einer Wärmebildkamera gefilmt, die neuen Face ID Sensoren unterm Mikroskop betrachtet, den Akku mit Stoppuhr aufgeladen und natürlich auch haufenweise Fotos und Videos mit der variablen Blende gemacht. Dabei bin ich immer wieder zum selben Schluss gekommen. Auch wenn das 18 Pro besser ist, es ist wirklich kein krasses Upgrade, sondern viel mehr ein iPhone 17 Pro S. Das muss aber nicht unbedingt was schlechtes sein. wäre das Gerät nicht auch gleichzeitig so teuer geworden? In den ersten 10 Jahren iPhone war es eigentlich immer so, dass auf ein Jahr, in dem Design grundsätzlich überarbeitet wurde, ein Jahr mit einem Sgrade folgte. Das brachte dann Verbesserungen im Detail, behielt aber viele der großen Veränderungen aus dem Vorjahr einfach bei. Als jemand, der das 17 Pro Max jetzt ein Jahr im Alltag genutzt hat und sehr zufrieden damit ist, finde ich den Ansatz vom 18 Pro grundsätzlich also gar nicht mal so schlecht. Ich weiß, das neue Design hat vielen nicht gefallen, da es im Vergleich zu älteren Pro iPhones weniger edel aussieht. Ich feier aber, wie gut es zum MacBook Pro passt und auch den Wechsel weg von Titan hin zu Aluminium halte ich nach wie vor für sinnvoll, da das Material zusammen mit einer Dampfkammer und der Unibody Konstruktion das iPhone deutlich besser kühlen kann. Ich denke dabei sowas immer erstmal an krasse Gaming Sessions, aber im Alltag ist mir das eigentlich noch viel häufiger aufgefallen, weil das Handy z.B. wie beim kabellosen Laden nicht so heiß wird, das Display unter Sonneneinstrahlung länger boosten kann und auch längere Videoaufnahmen kein Problem sind. Alu ist allerdings auch weicher. Das hilft zwar gegen Displaybrüche bei Stürzen, aber Macken kommen halt auch schneller rein. Und beim 17 Pro von meinem Kollegen Jonas haben sich im letzten Jahr auch die Kanten irgendwie glossy gerieben. Über das Ceramic Shield 2 Displayglas kann ich allerdings nur positives berichten. Ich habe meins jetzt ein Jahr ohne Folie genutzt und es sind kaum Kratzer zu sehen. Das ist schon nice. Und auch wenn ich mir immer noch wünschen würde, dass die Antireflektionsbeschichtung endlich mal so krass wird bei Samsung, wird das Display mit 3000 Nitz echt hell. Doch am meisten genossen habe ich in den letzten 12 Monaten wahrscheinlich die verbesserten Lautsprecher, vor allem beim 17 Pro Max. Ich weiß, das ist viel nicht so wichtig, aber mir schon und dementsprechend freue ich mich sehr, dass die Speaker vom 18 Pro Max wieder genauso voll und räumlich klen. Ja, und dann hat das 17 Pro natürlich auch einiges Neues bei den Kameras eingeführt, wie die quadratische Selfie Cam, die man hoch oder quer auslesen kann, ganz wie man es braucht. Sehr geiles Feature. oder der Wechsel bei der Telekamera von einem fünffach Zoom mit 12 Megapixel auf einen viel flexibler einsetzbaren Vierfach Zoom mit 48 Megapixel und achtfach Zoom per Sensorcop. Für Videoenthusiasten wie mich war das größte Highlight aber mit Sicherheit die Opate Funktion, dank der man den vollen Sensor auslesen und in Pro RAW auf externe SSDs aufzeichnen kann. Und natürlich findet sich das auch im 18 Pro wieder. Das 17 Pro ist also eine solide Basis, aber wir sind natürlich wegen der Verbesserung hier und nach allen meinen Tests kann ich glaube ich sagen, dass die größte Verbesserung an der Stelle stattgefunden hat, der auch schon das erste SP jemals das S im Namen zu verdanken hatte. Lass uns mal mit der CPU anfangen, denn die hat jetzt zum ersten Mal Supercours, die architektonisch noch näher an den leistungsstärksten Kern der Macchips von Apple dran sein sollen. Bis zu 20% Leistungszuwachs sollen dabei erreicht werden, aber wie ihr hier schon sehen könnt, habe ich in Geekbench 7 sogar mehr als das messen können. Im Multicore waren es sogar über 30% mehr. Das ist schon heftig und wird langsam sogar dem M4 iPad Pro gefährlich. Obwohl, was heißt langsam? Hier ist gar nichts langsam, denn wenn man sich mal die GPU anschaut, zieht der A20 Pro einfach mal am M4 vorbei. Alter, und auch hier wieder. Apple gibt bis zu 40% mehr an. Messen konnte ich aber 48,9% im Vergleich zum 17 Pro. Im Vergleich zum normalen iPhone 17 hat das 18 Pro fast doppelt so viel Grafikleistung. Und was macht man damit? Nun z.B. K Dinge Apples GPUs haben schon seit letztem Jahr Hardwarebeschleuniger für neuronale Netze eingebaut und wie viel das bringt, sieht man deutlich, wenn man mal mit der App Drawings lokal Bilder generiert. Das 18 Pro, aber auch das 17 Pro sind hier ziemlich flott unterwegs, während man sowas auf dem iPhone 16 Pro eigentlich komplett vergessen kann. Das zeigt sich auch sehr deutlich, wenn man die GPU mal im Geekbench AI Benchmark antreten lässt. Und auch hier möchte ich einfach kurz drauf hinweisen, wie langsam das M4 iPad Pro ohne Neural Accelerators im Vergleich ist. Ein bisschen mehr erhofft hatte ich mir allerdings von der ausschließlich für KI Aufgaben zuständigen Neural Engine. Die ist jetzt nämlich einfach zweimal vorhanden, hat somit 32 statt 16 Kernen und ich hätte irgendwie gedacht, dass es bedeutet, dass sie auch doppelt so schnell wird, aber das wird sie nicht, zumindest nicht in Geekbench AI. Aber da ein Benchmark nicht immer unbedingt auch die Realität widerspiegelt, habe ich einfach mal versucht Apple Intelligence Features, die auf der Neural Engine laufen, direkt zu testen, wie die lokal errechnete schnelle Variante vom neuen Radierer. Aber auch hier war kein großer Unterschied bemerkbar. Na ja, vielleicht merkt man die neue neue Rail Engine auch erst beim Verwenden von Siri AI. Super flott kam mir das auf dem iPhone Air, dass ich bei der WWDC zum Testen dabei hatte, nämlich nicht vor. Nur wie viel schneller das jetzt mit dem 18 Pro geht, kann man bisher ja nur außerhalb der EU testen. Also habe ich mich erstmal auf eine andere Verbesserung vom 18 Pro konzentriert, die nicht nur mit der Performance vom A20 Pro Chip, sondern auch mit der vom Display, vom Akku und von der Kamera zusammenhängt. Die Rede ist natürlich von der neuen Dampfkammer. Doch bevor wir die gleich unter eine Wärmebildkamera halten, möchte ich erstmal noch einen kurzen Shoutout an Rhino Shield raushauen, die dieses Video als Sponsor unterstützen und natürlich bereits mit Schutz für die neuen iPhones in den Startchern stehen bzw. durch die Stratosphäre fliegen, denn ihr RX Case mit Luftpolsterdesign hat neulich den Weltrekord für den höchsten Smartphone Droptest ever gebrochen. Passiert ist dem Handy dabei übrigens nichts, was ich noch beeindruckender finde, wenn man bedenkt, dass sie während dem Anstieg auf 30607 m bis zu -60° erreicht haben. Normale Kunststoffe würden dadurch spröde werden, aber mit Rhino Shields leicht recyclebar Monomaterial war das offensichtlich kein Problem. Zum Einsatz kommt das übrigens in all ihren Cases, also auch dem neuen Clear X, das eine lebenslange Antivergilbungsgarantie, schlanke Abmessungen und eine dünne Rückseite mit Verstärkungen an den wirklich wichtigen Stellen kombiniert. Und auch beim klassischen Solid X Case, das in vielen Farben daherkmt und genau wie RX und Clear X auch auf die hauseigene Schockspread Technologie setzt, die Kräfte beim Sturz gleichmäßig verteilt. Druckt werden kann bei Rhino Shield auch so gut wie alles mit eigenen Motiven oder offiziellen Partner Desesigns. Meine Favoriten sind hier die von der NASA, von Rick and Morty oder von der Animeserie Sakamoto Days. Mit meinem Code Felix 10 bekommt ihr 10% Rabatt. Außerdem läuft bis zum 30.09. noch eine Aktion mit gratis Upgrades auf 360° Schutz. Ich verlinke euch alle Details unten und bedanke mich für den Support. Mit dem 17 Pro hat Apple zum ersten Mal eine Dampfkammer in ein iPhone integriert und die im 18 Pro hat jetzt eine dreimal so große Oberfläche. Das sorgt im Endeffekt dafür, dass Hitze sich jetzt noch gleichmäßiger verteilt und auch schneller an den Aluminium Unibody weitergeleitet werden kann, bevor der sie dann an die Umgebung abstrahlt und somit aus dem iPhone entfernt. Zusätzlich sitzt der RAM jetzt nicht mehr auf, sondern neben dem Chip, was die Kühlleistung ebenfalls verbessert. Um zu demonstrieren, wie wichtig das sein kann, habe ich einen 20 Minuten Gaming Stress Test auf vier iPhones durchlaufen lassen, die alle ein unterschiedliches Kühlkonzept verfolgen. Das iPhone Air hat so gut wie kein Kühlkörper, wird also sofort mega heiß an genau der Stelle, an der Prozessor sitzt. Das iPhone 17 hat zumindest eine Kühlplatte aus Metall, wodurch sich die Hitze etwas breiter verteilt, auch wenn hier trotzdem noch einen Hotspot entsteht. Das 17 Pro Max und 18 Pro Max performen da beide deutlich besser. Trotzdem kann man den Effekt der größeren Dampfkammer auch hier erkennen. Es bleiben einfach weniger orangene Flecken übrig und auch das Kameraplateau wird erst später so richtig hellrot. Spannend wird jetzt aber, wenn wir uns noch mal anschauen, was das mit der Performance macht. Wir erinnern uns, im Geekbench GPU Test war das 17er mit A19 Chip das schwächste. Der A19 Pro bietet da im iPhone Air mehr Power und sogar noch mehr im iPhone 17 Pro, weil das einen zusätzlichen GPU-Kern hat. Und ja, der A20 Pro ist in der eigenen Liga, doch wenn wir jetzt zum Stresstest wechseln, seht ihr, dass das AR hier sogar schon ab der ersten Minute langsamer als ein iPhone 17 ohne Pro Chip ist, einfach weil es sofort drosseln muss und während das 17 Pro Max innerhalb von 20 Minuten 38% seiner Leistung verliert, sind es beim 18 Pro Max lediglich 34%. Es ist am Ende also immer noch fast so schnell wie einen 17 Pro Max im kalten Zustand und wenn das auch warm ist, bietet das 18 pro Max ganze 56% mehr Leistung. Schon crazy, wenn man bedenkt, dass Apple selbst nur bis zu 40% bessere Dauerleistung versprochen hat. Also entweder sind die bescheiden oder die wollen keine getrennten Werte fürs 18 Pro und 18 Pro Max angeben, obwohl das schon ein Unterschied macht, denn kleinere Gehäuse können weniger Wärme aufnehmen, was für kürzere Leistungsschübe kein Problem ist. Für bessere Dauerleistung würde ich euch aber immer zum Max raten. So spannt Benchmarks aber auch Sinn, eigentlich kommt es doch drauf an, was man mit der Leistung wirklich anstellen kann. Und da das 17 Pro ein richtiges Gaming Monster war, habe ich mir schon die Frage gestellt, ob man zusätzliche Performance an der Stelle überhaupt noch merken wird. Also musste ich leider leider im Namen der Wissenschaft ein bisschen zocken und habe mit Assassin's Creed Mirage angefangen, das von der Playstation 5 aufs iPhone portiert wurde. Bis auf ein paar seltene Framee Einbrüche lief das auf dem 17 Pro schon in der höchsten Grafikeinstellung mit 30 FPS Cap ziemlich gut. Ich habe mir vom 18 Pro hier also das komplette Fehlen von Frame Einbrüchen oder ein schärferes Bild gewünscht und ja, es lief schon noch stabiler, aber jetzt auch nicht komplett 100% lockt auf 30 FPS und höhere Einstellungen für Frame Rate und Auflösung gibt's halt einfach zumindest noch nicht. Als nächstes wollte ich also ein Spiel testen, das wirklich gezielt für iPhone Hardware gemacht ist und habe Ocean Horn 3 gestartet. Das ist ja, ich sag mal, ein bisschen Zelda inspiriert, also komplett meins und im Ultra Grafik Setting auch wirklich hübsch. Aber auch hier braucht es nicht unbedingt das 18 Pro, denn auch das 17 Pro hält das Game in Ultra Settings am 60 FPS Frame Cap. Was wir also brauchen, ist scheinbar ein Spiel, das die 120 Hz vom Pro Motion Display auch nah tief unterstützt. Von denen gibt's auch ein paar. Ich habe da mal eine kleine Liste rausgesucht und mich dann für Grid Autosport entschieden, das installiert und erstmal auf meinem 17 Pro gestartet, weil ich sehen wollte, wie nah ich da schon an die 120 FPS rankomme. Allerdings musste ich feststellen, dass das 120 FPS Setting iPad exklusiv ist. Witzigerweise wird dabei sogar jedes iPad Pro ab dem M1 Chip unterstützt und wir erinnern uns, der A20 Pro macht sogar ein M4 iPad Pro Platt. Also was da los? Ich habe dann auch nichts anderes mehr installiert, denn ganz ehrlich, das bringt die Situation doch schon auf den Punkt. mehr Leistung haben ist natürlich immer nice. Vor allem, wenn man ein Handy einmal kaufen und dann viele, viele, viele, viele, viele viele Jahre verwenden will. Da ist man einfach zukunftssicherer aufgestellt. Aber wer heute die Leistung vom 18 Pro wirklich ausnutzen will, der muss schon ganz genau wissen, für welche Apps das explizit Sinn macht. Und um YouTube Videos zu schauen oder WhatsApp Nachrichten zu schreiben, braucht man garantiert kein Smartphone, das mehr Leistung als ein M4 iPad Pro hat. Aber wie vorher schon erwähnt, ein effizienter laufendes Handy mit großer Vaper Chamber ist nicht nur für mehr FPS gut, denn das Display bleibt dann länger kühl und somit auch länger hell. gerade beim zocken, aber auch beim kabellosen Laden oder benutzen draußen in der Sonne, wenn die aufs Display knallt und es auf 3000 Litz boostet. Außerdem ist es einfach angenehm, wenn ein Handy nicht so häufig warm wird. Das finde ich als Benutzer, der das Ding in der Hand halten muss. Aber das findet auch der Akku, denn wenn der kühler bleibt, bleibt der auch langlebiger und kann schneller aufgeladen werden. Das 18 Pro soll jetzt in 15 Minuten 50% erreichen. Ich habe das mal ausprobiert und war ehrlich gesagt verwirrt, denn bei mir hat das Gerät sogar langsamer geladen. Tja, da habe ich wohl die Fußnote nicht gelesen, denn tatsächlich reicht es nicht, hier einfach irgendeine Netzahl zu nehmen, das über 60 Watt Leistung liefert. Nein, es müssen auch noch andere Specs eingehalten werden, wie Power Delivery 3.1 und auch AVS ist wichtig. Es gibt natürlich auch direkt ein passendes Neues von Apple mit Dynamic Power. Das heißt, dass das Netzteil eigentlich nur 40 Watt hat, aber kurzzeitig auf 60 Watt boosten kann, um das 18 Pro schnell zu laden. Außerdem kann man den Steckdosenteil aus und einfahren. Richtig praktisch zum Reisen. Aber ja es schon. Das Ding liegt natürlich nicht beim iPhone dabei, sondern kostet 45 € extra. Ich habe den Test dann noch mal mit einem kompatiblen Netzteil wiederholt und ja, da loot es 18 Pro dann schneller auf als die anderen iPhones. Allerdings hat es trotzdem 22 Minuten auf 50% gebraucht. Also 7 Minuten länger als Apple sagt. Ich gehe aber einfach mal davon aus, dass es daran lag, dass es zu warm in meinem Zimmer war, denn alle iPhones, die ich geladen habe, waren in dem Test ein bisschen langsamer. So heiß war es in meinem Zimmer jetzt aber auch nicht. Also scheinbar kann man diese Werte nur erreichen, wenn es schön kühl ist. deutlich spannender werden, aber viele die Frage finden, wie lange der Akku der neuen iPhones denn jetzt genau hält, denn Apple macht große Versprechungen. Das kleine 18 Pro soll so lang halten wie einen 17 Pro Max und das 18 Pro Max hat den größten Zuwachs bei der Akkulaufzeit in einem iPhone jemals. ganze 43 Stunden Videowiedergabe sollen möglich sein und es tut mir leid Leute, aber ich habe mich jetzt nicht 43 Stunden hingesetzt, um zu überprüfen, ob das wirklich stimmt. Das werden in den kommenden Wochen sicherlich noch viele andere YouTuber übernehmen, aber eine kleine Einschätzung von meiner Seite möchte ich trotzdem abgeben. Die reine Akkukapazität ist beim 18 Pro Max um 11,8% gestiegen. Beim 18 Pro sind es tatsächlich nur 1,7%. Und ich finde, das zeigt schon ziemlich deutlich, dass der größte Teil von den versprochenen besseren Laufzeiten durch den effizienteren A20 Chip erreicht wird. Und das muss man jetzt halt so ein bisschen auseinanderhalten. Wenn man sein Handy am Leistungslimit nutzt, wie z.B. bei Gaming oder lokaler KI, dann halten die neuen iPhones gar nicht so viel länger, weil der Chip ja auch mehr Leistung hat und dann trotzdem sau viel Strom zieht. Aber bei Aufgaben, die der Chip im Schlaf bewältigt, wie Webbrowsing, Social Media oder Videostreaming, kickt die Effizienz dann deutlich mehr rein und da spürt man dann auch die Verbesserungen in der Laufzeit. Lass uns mal noch kurz über die Dynamic Island sprechen. Ja, die ist kleiner, die sieht moderner aus und man kann jetzt drei Live Aktivitäten gleichzeitig verfolgen. Interessant finde ich aber, wie sie das erreicht haben, denn Face ID und die dafür benötigten Sensoren sind immer noch mit an Bord und auch nicht geschrumpft, sondern nur neu angeordnet worden. In der Dynamic Island selbst sind nach wie vor neben der Selfie Kamera ein Flat Illuminator und ein Dot Projector. Der schießt Infrarotlicht in die Umgebung, das dann von einer Infrarot Kamera gesehen werden kann, um Tiefe und somit auch die Form von Gesichtern präzise analysieren zu können. Und eben diese Infrarot Kamera ist jetzt nicht mehr in der Dynamic Island, sondern in der linken oberen Ecke unterm Display, ungefähr da, wo iOS die Uhrzeit anzeigt. Damit das überhaupt geht, muss das Display an der Stelle kleine Löcher haben, durch die Infrarotkamera durchschauen kann. Und die Art und Weise, wie Apple genau diese Löcher mit smoothen Übergang in die Pixel Matrix vom OLED Panel eingearbeitet hat, ist technisch gesehen schon sehr cool. Die meisten Leute werden so nie erahnen, dass das Display an der Stelle irgendwie anders ist. Aber es gibt ja auch Nerds wie mich auf dieser Welt und bei mir war es so, dass ich seitdem ich weiß, dass das da ist, es nicht mehr nicht sehen kann, einfach weil die Auflösung des Displays durch diese Technik an dieser Stelle etwas geringer ist. Und ich weiß, das ist mega dumm, aber mich nervt das irgendwie. Ich habe es aber auch schon Leuten gezeigt, die dann trotz genauem hinschauen es einfach nicht erkennen konnten. Also macht mit der Info, was ihr wollt. Alri, es wird Zeit über die Kamera zu sprechen. Und obwohl da die meisten sicher erstmal an die variable Blende denken, gab es bei der Software eigentlich mehr Veränderungen, die man auch wirklich spürt. Die erste ist, dass man Zeitraffer jetzt auch in 4K aufnehmen kann. Wow. Schon als das iPhone 6s im September 2015 mit 4K fähiger Videokamera auf den Markt kam, habe ich mich gefragt, wieso die Apple Kamera App weiterhin nur 1080p Zeitraffer ausspuckt, aber dass es 11 Jahre dauern würde, bis da endlich mal jemand mitdenkt, ey, das hätte ich selbst in meinen pessimistischsten Tagen nicht für möglich gehalten. Doch, oh well, es ist endlich geschehen. Nur Applaus gibt es von mir ganz bestimmt nicht dafür. Vor allem, weil das nicht per Update für ältere iPhones nachgereicht wird. Das ist iPhone 18 Pro exklusiv. kannst du dir nicht ausdenken. Und es geht noch weiter, denn ebenfalls neu und nur fürs 18 Pro ist ein manueller Modus für die Kameraapp, den Apple jetzt Pro Controls nennt. Und ja, die sind definitiv mehr Pro als, was wir bisher hatten. Gerade die Umsetzung vom Focus Peaking finde ich richtig gut. Das kommt rein, wenn man es braucht und verschwindet danach sofort wieder. Aber so richtig Pro sind die Pro Controls auch nicht, denn erstens kann man den ISO nicht manuell einstellen. Okay. Und zweitens hatte ich das Gefühl, dass selbst wenn man etwas manuell einstellt, das iPhone eher so als gut gemeinten Vorschlag interpretiert und nicht als etwas, an das man sich ganz strickt halten muss. Überprüfen kann ich es aber nicht, weil die Bedienobüberfläche dabei gleichzeitig so minimalistisch gehalten wurde. Also, ich denke, echte Pros werden weiterhin externe Apps nutzen wollen. Der A20 Pro Chip soll übrigens auch ein paar neue Funktion ermöglichen, wie z.B., dass der Kinomodus auch noch nach der Aufnahme eines Videos aktiviert werden kann oder die intelligente Fokusverfolgung, die auch dann nicht die Nerven verliert, wenn das Motiv mal das Bild verlässt oder von etwas verdeckt wird. Aber von allen Software Features sind die weiterentwickelten fotografischen Stile definitiv mein Highlight. Hier hat man jetzt zusätzlich zur Farbgebung und Kontrastanpassung auch neue Texturoptionen, die neben einem Beautilter auch dafür sorgen können, dass die iPhone Fotos mehr wie aus einer älteren Filmkamera aussehen. Ich finde, der Standardbildlook von Smartphones ist schon seit Jahren viel zu perfekt, zu klinisch, zu hell, zu scharf, zu HDR. Da geht viel Charakter verloren. Deswegen habe ich viel Spaß an Apps wie Licaux oder Dashcam gefunden, die auch auf älteren iPhones problemlos funktionieren. Aber Apple geht jetzt halt noch mehr auch mit ihrer normalen Kameraapp in so eine Richtung, nur halt exklusiv auf dem 18 Pro. Austoben kann man sich da aber trotzdem ziemlich gut. Ich find es nur ein bisschen nervig, dass man die Stärke der Körnung als einzigstes nicht anpassen kann. Die geht nur an oder aus. Wurde das in der Entwicklung vergessen oder ist das mit Absicht so? Apropos vergessen, ich glaube Apple hat bei der Keyote auch vergessen zu erwähnen, dass sie im 18 Pro jetzt langsameren 4bit QLC Speicher verbauen, wenn man ein oder 2 TB Modell nimmt, was echt nervt, weil a gerade das die teuersten iPhone Pro Modelle aller Zeiten sind und b gerade Foto und Videografen betroffen sein werden. Die brauchen nämlich nicht nur viel Speicher, sondern schreiben auch gerne lange am Stück große Dateien. Wir haben das mal mit einer Benchmark App gemessen, die den Speicher so schnell es geht vollschreibt. Die Geschwindigkeit bricht da beim 1 TB Gerät nicht nur früher, sondern auch stärker ein und das, obwohl es bereits langsamer angefangen hat. Die ersten 10 GB hat es mit durchschnittlich 2613 MB pro Sekunde geschrieben, während das 512 GB Modell dabei 3026 MB pro Sekunde lag. Man kann auch gut sehen, dass das 1 TB Modell gegen Ende sogar noch weiter eingebrochen ist. Das ist leider kein Zufall, sondern einer der größten Nachteile von 4 Bit QLC Speicher. Der wird nämlich extrem langsam, wenn er voll wird. Anders als der 3 Bit TLC Speicher im 512 GB iPhone, das war bei 99% Speicherbelegung fünf mal schneller. Uff. Trotzdem gibt es auch gute Nachrichten, denn auf dem 18 Pro kann man jetzt ein Teil seines Speichers für Video blocken und den dann sogar nutzen, um mit der Black Magic App ganz ohne SSD Opengate Progress RAW intern aufzunehmen. Dafür war das ein Terabyte Modell in unseren Tests, zum Glück auch bei über 90% belegten Speicher noch schnell genug und Pro RAW Fotos sichern die neuen iPhones auch spürbar flotter als bisher. Das ist dann mal wirklich mehr pro, genau wie die Hauptkamera selbst, denn die hat als größte Hardware Veränderung dieses Jahr ein neues Objektiv mit variabler Blende bekommen. Jeder, der mit echten Pro Kameras arbeitet, weiß, wie viel man mit neuem Glas aus seinem bestehenden Sensor rausholen kann und Apple bezieht sich in ihrem Marketing bewusst darauf. Aber ich glaube, dass die Zielgruppe vom iPhone 18 Pro eben nicht nur Pros sind, sondern auch ganz viele Leute, die, wie sagt man das jetzt freundlich, gerne Pros werden möchten. Wenn du also keine Ahnung davon hast, was der Unterschied zwischen F4 und F1.8 8 ist, kann ich dir schon mal mit guten Gewissen vorwegnehmen. Ey, für die Kamera alleine musst du kein 18 Pro statt einem günstigeren 17 Pro kaufen, denn die Unterschiede sieht man nur, wenn man ganz genau hinschaut und das machen wir jetzt auch. Das Öffnen und Schließen der neuen Blende ist für drei Dinge relevant. die Lichtmenge, den Bildcharakter und darüber quatschen wir jetzt als erstes, die Tiefenschärfe. Desto offener eine Blende ist, desto verschwommener ist der Hintergrund. Meistens will man genau das, weil es professioneller aussieht und mit F148 kann die Blende beim 18 Pro weiter auf sein als je zuvor bei einem iPhone. Aber wenn man sich die Red hier mal näher ansieht, merkt man, dass auch die schon zur Hälfte unscharf ist. Möchte man das nicht, kann man die Blende weiter verschließen bis F4 und dort ist dann die ganze Kamera schön scharf, obwohl der Hintergrund immer noch ein bisschen Bouet hat. Apple bewirbt das unter anderem mit mehr Schärfe bei Gruppenfotos, aber wir reden hier immer noch über einen kleinen Smartphonensor, also muss das Motiv schon relativ nah sein, damit nicht sowieso alles scharf ist. Ich meine, guck mal alleine hier, da hat ein kleiner Schritt nach hinten schon gereicht, um die Red auch bei F148 vollständig im Fokus zu haben. Okay, was ist jetzt mit Bildcharakter gemeint? Klassischerweise versuchen Smartphonehersteller die Linsen immer so zu bauen, dass das Bild möglichst perfekt wird. Fest eingestellte Blenden werden deshalb oft so gewählt, dass sie nicht zu offen sind, weil das Bild am Rand sonst verzehrt oder eine Vignette bekommt. Echte Pros kennen das von Vintage Objektiven und gehen diesen Tradeoff gerne bewusst ein, wenn es passt. Und zumindest ein bisschen geht das jetzt auch mit dem iPhone, denn eigentlich ist hier so F28 oder 18 am schärfsten. Da hält sich auch der Automatikmodus am liebsten auf. Aber man kann auch auf F148 gehen, wenn Perfektionismus nicht das Ziel ist. Oder auf F4, wenn man Blendensterne mag. Die entstehen an hellen Punkten, weil die Lamellen der Blende keinen perfekten Kreis bilden und bewegen sich auch sichtbar, wenn man die Blende auf und zcht. Es ist schon witzig in ein Handy mit sowas rumspielen zu können. Die Hauptaufgabe einer Blende ist aber zu steuern, wie viel Licht auf den Sensor fällt. Manche denken ja, ey, mehr Licht ist immer besser und oft stimmt das auch. Z.B. im Dunkeln, da bekommt man mit dem 18 Pro minimal mehr Details, aber vor allem auch kürzere Belichtungszeiten und somit seltener verwackelte Bilder. Auch der Nachtmodus, der Langzeitbelichtungen simuliert, kann jetzt schneller auslösen. Hier hat das 17 Pro z.B. 20 Sekunden gearbeitet, während das 18 Pro schon nach 5 mit dem Bild fertig war. Aber auch wenn es heller ist, möchte man manchmal weniger Licht auf dem Sensor, um Bewegungen sichtbar zu machen. Oder man nutzt F40, wenn es dunkler geworden ist, für richtige Langzeitbelichtungen. Noch spannender wird's dann aber bei Video. In den letzten Jahren haben Smartphone Kameras riesige Fortschritte für Leute wie mich gemacht, die wollen, dass die Aufnahmen aus ihrem Smartphone nicht wie Handyclips, sondern wie die einer professionellen Filmkamera aussehen. Der größte Schritt kam da sicherlich durch Lockprofile, die auf künstliche Nachschärfung verzichten und es einfacher machen, die Farben im Schnitt deutlich natürlicher zu graden. Doch ein Problem löst das immer noch nicht. Die 180° Shutterriegel. Die ist der Grund, warum Kinofilme mit 24 FPS oft weniger rucklig aussehen als Smartphone Videos mit 60 FPS. Denn wenn man sie einhält, bekommt man natürliche Bewegungsunschärfe. Doch bei Tag ist es dafür oft selbst mit niedrigster ISOE zu hell. Für Pro Kameras kein Problem, denn die können ihre Blende weit schließen und selbst wenn man die Blende offen halten will, gibt es unkomplizierte Gewinde für NDFilter. Die kann man natürlich auch auf einen Smartphone drauf schrauben mit Adaptern oder speziellen Cases, aber der Grund, warum ich mich überhaupt für Pro Video Features in Smartphones interessiere, ist, weil ich diese Kamera ja nicht immer dabei habe, aber die halt schon und dann auch ohne NTFilter. Und wenn ich hier jetzt eine variable Blende drin habe, die ich schließen kann, um meinen Shutter runterzubekommen, Halleluja. Doch wie ich bei meinem Handson schon befürchtet hatte, reicht F4 bei heller Mittagssonne einfach nicht dafür aus. Ein 240 war das niedrigste, dass man hier ohne Überbelichtung einstellen konnte. Das ist dann immerhin 4K 120 mit 180° Shutter und ey, in Slow Motion sieht das gut aus, aber in Echtzeit reingeschnitten in ein 30 FPS Video wie dieses hier. Nee, da ruckelt das so, wie man es von Smartphones halt kennt. Ich wünsche mir fürs iPhone 19 Pro also entweder einen Sensor, der einen noch niedrigeren ISO erreicht oder eine Blende, die ich noch weiter schließen kann. Bis dahin bleibt mir aber nichts anderes übrig, als das 18 Pro noch mal bei abendlich zu testen, denn genau hier war dann der Sweet Spot für 30 FPS. Mit einem 61 Shutter war das Bild bei F148 komplett überbelichtet. Mit F40 hat aber alles gepasst und ich würde vorschlagen, ich halte jetzt mal kurz meine Klappe, damit ihr euch die Testaufnahmen reinziehen könnt. Das sind sie also die neuen iPhone 18 Pro Modelle und sie sind, wie Apple ja so gern zu sagen pflegt die besten iPhones, die sie jemals erschaffen haben. Ja, no shit, Sherlock. Als ob die neuesten nicht die besten sind. Wo gehen wir denn dahin? Aber hier passt der Spruch schon ziemlich gut, denn so wie ich das sehe, hat das 18 Pro keine starke eigene Identität. Es ist einfach ein 17 Pro in etwas besser. Und das ist auch vollkommen okay, denn das 17 Pro war ein gutes Handy und das 18 Pro ist es auch. nichts für das man jetzt dringend upgraden müsste, aber wenn du sowieso an dem Punkt bist, wo du dein deutlich älteres Handy langsam hinter dir lassen möchtest, um auf ein modernes, voll ausgestattetes iPhone im bewährten Formfaktor umzusteigen, dann könnte das 18 Pro die richtige Wahl für dich sein. Oder man nimmt einen 17 Pro, damit es halt nicht ganz so teuer wird. Auf Ark 4 muss man dabei ja nicht verzichten, habt ihr ja im Video gesehen. Ich würde echt sagen, der Akku und die Performance sind dann noch der größte Unterschied, auch wenn letztere aktuell kaum genutzt werden kann und einen hauptsächlich für die Zukunft absichert. Aber was haltet ihr von den neuen iPhones? Revolutionär oder voll langweilig? Oder wartet ihr vielleicht sogar eher aufs iPhone Duo und seid mit diesem ganz unfaltbaren Formfaktor komplett fertig? schreibt es mir gerne mal unten in die Kommentare. Ich bedanke mich fürs freundliche Zusehen und dann sehen wir uns beim nächsten Video wieder. Macht's gut und bis dahin.
QUELLEN
CR
Codekiste Redaktion
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