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iOS 27-Leak: Endlich smarte Wallet-App und neue KI-Features

Ein neues Leak zu iOS 27 verrät vier neue Funktionen. Darunter ein längst überfälliges Upgrade für die Wallet-App und neue Visual Intelligence-Features für Ernährung und Kontakte.

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Codekiste Redaktion16. April 2026

Die WWDC im Juni rückt mit riesigen Schritten näher, und wie jedes Jahr sickern bereits vor der großen Keynote erste Details zu den neuen Betriebssystemen durch. Ein aktueller Leak gibt nun einen konkreten Vorgeschmack auf iOS 27. Entdeckt wurden die Hinweise von Entwickler Nicolás Alvarez in Backend-Code und anschließend von MacRumors bestätigt. Die vier gelisteten Features fokussieren sich stark auf die tiefere Integration von Apple Intelligence in den Alltag – und bringen ein längst überfälliges Upgrade für die Wallet-App mit.

Visual Intelligence wird zum Alltags-Assistenten

Apples KI-Vision nimmt langsam, aber sicher Formen an. Mit iOS 27 soll Visual Intelligence zwei neue, praktische Fähigkeiten erhalten. Erstens die Möglichkeit, Nährwertkennzeichnungen einzuscannen und direkt weitere Informationen zu den Inhaltsstoffen zu erhalten. Noch spannender ist jedoch die angebliche Integration in die Apple Health-App: Die gescannten Daten könnten künftig direkt für das Food Tracking in der eigenen Gesundheitsapp genutzt werden. Das wäre ein logischer und wichtiger Schritt. Bisher war Apple Health im Fitness-Bereich stark, verließ sich beim Ernährungs-Tracking aber auf Drittanbieter. Eine native Lösung würde nicht nur die Fragmentierung beenden, sondern auch einen massiven Datenschutz-Vorteil bieten: Die sensiblen Ernährungsdaten blieben im Apple-Ökosystem, anstatt an die Server von Apps wie MyFitnessPal wandern.

Zweitens soll Visual Intelligence das Hinzufügen von Kontakten revolutionieren. Wer schon einmal die Daten einer Visitenkarte oder eines Briefkopfs mühsam abgetippt hat, kennt den Schmerz. iOS 27 soll das Scannen von Personen, Telefonnummern und Adressen ermöglichen, um diese direkt in die Kontakte-App zu übertragen. Die Funktion funktioniert analog zum bereits existierenden Scannen von Flyern für den Kalender. Auch hier holt Apple allerdings nur auf, was im Android-Ökosystem durch Googles Smart Text Selection schon seit Jahren als Standard gilt.

Safari: KI für Tab Groups

Auch Apples Browser bekommt einen neuen KI-Anstrich. iOS 27 soll Tab Groups in Safari künftig automatisch anhand der Inhalte der geöffneten Tabs benennen können. Ein nettes Gimmick für Power-User, die mit dutzenden geöffneten Gruppen arbeiten. Technisch spannend ist hier vor allem, wie Apple das umsetzt: Vermutlich wird ein lokales Sprachmodell die Titel und URLs der Tabs analysieren, um einen sinnvollen Gruppennamen zu generieren – alles auf dem Gerät, um die Privatsphäre zu wahren. Ehrlich gesagt ist das Feature aber kein Gamechanger. Während Browser wie Arc oder Microsoft Edge völlig neue Paradigmen im Tab-Management etablieren, beschränkt sich Apple hier auf eine kosmetische Automatisierung. Die grundlegende Tab-Verwaltung von Safari bleibt im Vergleich zur Konkurrenz eher rudimentär.

Das längst überfällige Wallet-Upgrade

Das mit Abstand spannendste Feature des Leaks betrifft die Apple Wallet. Endlich soll es möglich werden, physische Pässe und Karten in digitale Wallet-Pässe umzuwandeln. Die Idee ist simpel wie genial: Man scannt den Barcode der Mitgliedskarte im Fitnessstudio, der Kundenkarte im Supermarkt oder das Eintrittsticket fürs Konzert, und iOS generiert daraus einen nutzbaren digitalen Pass.

Dass Apple hier erst mit iOS 27 nachzieht, ist fast schon peinlich. Drittanbieter-Apps haben diese Lücke seit Jahren gefüllt, oft aber mit mäßigem Erfolg, da die Integration in die Wallet durch Apples restriktive PassKit-Richtlinien schwerfällig war. Google hat eine ähnliche Funktion bereits im August 2024 in Google Wallet integriert. Apple lässt sich bei solchen Features oft Zeit, um die Umsetzung perfekt und fehlerfrei zu machen. Die große Frage ist nun, wie flexibel das System wirklich wird. Generiert Apple nur ein Standard-Pass-Format mit dem gescannten Barcode, oder wird das System smart genug sein, um verschiedene Barcode-Typen (QR, Code 128, PDF417 etc.) zuverlässig zu interpretieren? Wenn ich das Fitnessstudio nicht mehr zwingen muss, eine eigene, buggy App zu installieren, nur um den Barcode an der Sperre zu zeigen, ist das ein echter Mehrwert für den Alltag.

Fazit

iOS 27 zeichnet sich bisher weniger als radikaler Umbau der Oberfläche ab, sondern als tiefgreifende Integration von KI-Funktionen in bestehende Apps. Visual Intelligence wird zum nützlichen Helfer in Gesundheits- und Kontaktfragen, und die Wallet-Funktion beseitigt einen jahrealten Frustfaktor. Es sind keine revolutionären Neuerungen, aber sie zeigen, dass Apple daran arbeitet, die eigenen Apps für den Alltag nützlicher zu machen – auch wenn mancherorts die Konkurrenz bereits weiter ist.

Quelle: 9to5Mac

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