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Dyson CameraJet im Test: KI-Zahnbürste mit fatalem Designfehler

Dyson bringt mit der CameraJet die erste KI-Zahnbürste mit integrierter Munddusche und Kamera auf den Markt. Das Konzept ist innovativ, doch ein elementarer Designfehler verdirbt den Eindruck.

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Codekiste Redaktion20. September 2026

Das ist die Dyson Camera Jet. Die erste elektrische Zahnbürste von Dyson mit integrierter Waterfloss Munddusche, Kamera und künstlicher Intelligenz. Es gibt eine App und sogar eigene Zahnpasta. Ich habe mit diesem wirklich verrückten Produkt jetzt mehrere Wochen meine Zähne geputzt und Leute, ich wünschte wirklich, ich könnte es lieben. Ich wünschte wirklich, ich könnte es empfehlen. Doch das kann ich leider nicht. Dyson kennen wir alle von ihren Staubsaugern, Luftreinigern, den Föhnen und sogar Kopfhörern und alle haben eins gemeinsam ein auffälliges Design und das trifft auch auf Camera Jet zu. Ich habe sie hier in Knallblau. Es gibt sie aber auch in so einem sanften Rosé Creme. Die Zahnbürste ist ein bisschen größer, ein bisschen schwerer als andere elektrische Zahnbürsten, aber fühlt sich in der Hand ziemlich normal an. Oben sitzt ein Tank, der mit Wasser oder Mundspülung befüllt ist. Und das Mundstück, das ist transparent. An ihm sitzen die Bürsten und da ist ein Loch für den Wasserstrahl und direkt darunter die kleinste Kamera, die ich jemals gesehen habe. Unter der Kamera wiederum ist eine helle weiße LED, damit die Kamera etwas im Mund sehen kann. Betankt und geladen wird über die Station und die hat ein fatales Problem mehr dazu gleich. Es gibt im Kern zwei Arten von elektrischen Zahnbürsten, welche, die sich mechanisch drehen und welche, die mit Schall schwingen. Dyson hat sich für Letzteres entschieden, 245 mal pro Sekunde. Das fühlt sich an wie so eine sehr feine Vibration und ist auf jeden Fall angenehmer am Zahnfleisch als die mechanische Drehbewegung von meiner Oralb. Die Camera Jet macht Geräusche, wenn du zu viel Druck ausübst oder die Position wechseln sollst oder die falsche Putztechnik nutzt. Und wenn alles sauber ist, dann geht sie sogar von selbst aus. Ich fand das am Anfang ganz schön überfordernd. Andauernd hat sie irgendwie geklingelt oder kurz gestoppt und man muss wirklich erst lernen, diesem klaren Putzmuster zu folgen. Man kann nicht einfach drauf losputzen, sonst funktioniert das Ganze nicht. Und dafür gibt's dann auch in der App eine Anleitung. Man fängt außen an und arbeitet sich in kleinen kreisenden Bewegungen nach vorne. Der Mund ist in mehrere Zonen unterteilt. Erst außen, dann innen, dann die Kauffläche. Sobald die Kamera eine Zahnlücke sieht, wird eine kleine schnelle Menge Wasser oder Mundspülung abgefeuert. direkt auf den Zahn Zwischenraum. Das Ganze ist erstaunlich stark und am Anfang auf jeden Fall ein sonderbares Gefühl. Sehr ablenkend und meine Freundin mag es bis heute nicht, aber ich habe mich tatsächlich dran gewöhnt und ich find es eigentlich auch ganz angenehm zu spüren, wieso der Zahnzwischenraum gereinigt wird. Also es fühlt sich schon irgendwie frisch an. Die Idee ist natürlich, dass dadurch Essensreste, aber vor allem auch Plug entfernt wird. Allerdings ersetzt es keine Zahnseide, es ergänzt sie eher. Also, wenn ich mit der Camera Jet geputzt habe und danach noch mal Zahnseite nutze, dann sehe ich, dass an der Zahnseite noch was dran hängt. Grundsätzlich funktioniert dieses System mit der Kamera und dem Schießen allerdings nur dann, wenn man die richtige Technik nutzt. Wenn man das nicht macht, feuert die Zahnbürste einfach wild drauf los und hört dann irgendwann auf, weil sie einfach aufgibt. Und immer wieder hatte ich auch das Problem, dass die Kamera meine Zähne nicht genau sehen kann. Und ich musste wirklich sehr genau lernen, wie ich meine Zähne und die Zahnbürste halten muss, damit das kein Problem ist. Und das kann man in der App mit der Live Übertragung der Kamera auch ganz gut sehen, wie man das halten muss, damit die Kamera überhaupt etwas sehen kann. Hier im Video seht ihr auch ein bisschen absichtlich übertrieben, was passiert, wenn man den Mund dabei offen hat. Es spritzt wirklich die ganze Zeit diese Mundspüllösung raus und ey, ich habe in diesen zwei Wochen mein Spiegel mehr geputzt als sonst im ganzen Jahr. Die Zahnpasta von Dyson selbst schäumt nicht. Das ist wichtig, damit die Kamera etwas sehen kann. Allerdings ist diese Zahnpasta auch echt teuer. 10 bzw. Also 12 € pro Tube. Das ist viermal so teuer wie hochwertige und 12 mal so teuer wie normale Zahnpasta. Und ich mag ja, dass die Tube aus Metall ist und der Deckel sieht auch irgendwie cool aus, aber leider ist das ein schlechtes Design. Die Zahnpasta ist nämlich so zäh, dass da keinerlei Platz im Deckel ist, wie normalerweise bei Zahnpasta und es quetscht sie dann immer raus und dann ist überall so angetrocknete Zahnpasta und das sieht schnell eklig aus. Eine Kamera im Bad, das ist ein Thema, mit dem sich viele, mich in Begriffen nicht wohlfühlen. Vor allem, weil man diese Kamera ja einfach in der App livestreamen kann. Es ist eine 100k Kamera, aber nicht 100 Megapixel, sondern wirklich 100k, also ein Zehntel Megapixel und durch die transparente Kuppel darüber wird alles stark verzehrt. Also man erkennt im normalen Alltag da praktisch gar nichts. Hier, ich habe ein Selfie mit der Camera Jet gemacht und seht ihr irgendwas? Also, ich habe jetzt nicht wirklich Angst, dass man mich damit ausspionieren könnte, weil die Qualität echt mies ist. Ja, man würde erkennen, wenn da jemand im Bad ist, aber mehr eigentlich auch nicht. Und die LED leuchtet ja immer hell, wenn die Kamera an ist. Im Mund jedoch kann man dann schon ganz gut sehen, was Sache ist. Also, wenn du vielleicht wissen willst, ob irgendwas mit deiner Zahnspange oder Füllung ist, könntest du mit der Zahnbürste schnell nachschauen. Mir ist aufgefallen, dass es dann vielleicht am einfachsten zu verstehen ist, wenn ich es euch einfach mal live zeige. Also, ich putze mal die Zähne und wichtig ist eben, dass man außen anfängt und sich dann nach innen vorarbeitet. So, ihr habt gehört, am Anfang schießt er gerade außen sehr, sehr viel und auch innen erkennt er die Lücken. Äh, und dann gegen Ende wird es halt immer weniger mit dem Schießen, aber gerade am Anfang ist es wirklich so paff, [gelächter] weil er natürlich jede Zahnreihe sieht. Zusammenfassen zum Putzergebnis kann ich also sagen, wenn man es dann erstmal erlernt hat, dann funktioniert es auf jeden Fall. Man muss halt wirklich genau diesem Muster folgen, aber dann schießt die Zahnbürste auch wirklich von vorne und hinten nur einmal durch jede Zahnlücke und sie merkt sich, wo sie auch schon gewesen ist. Das ist ja schon technisch auch sehr beeindruckend, aber Zahnseide ersetzen tut das Ganze halt nicht. Und man muss sich die Frage stellen, wenn du jetzt gerade zu faul bist, um Zahnseite zu nutzen, tja, bist du dann nicht vielleicht auch zu faul, um dich auf so einen komplexes Produkt einzulassen? Normalerweise kommt das Beste zum Schluss. Hier jedoch das Schlimmste, die Ladestation. Die hat hinten einen Tank und da kommt Wasser oder die Mundspülung rein. Und wenn man einen Knopf drückt, dann wird die Zahnbürste betankt. Man kann den Tank auch abmachen und von Hand befüllen, falls man unterwegs ist. Der kleine Tank an der Zahnbürste hält für so zwei bis drei Putzgänge. Der große fast einen Monat. Diese Station, sie ist riesengroß und es kann gut sein, dass du so wie bei mir ein Problem mit dem Spiegelschrank darüber hast. Ja, und jedes Mal, wenn ich nachtke, dann läuft die Mundspülung daneben raus, weil das irgendwie nicht dicht ist. Alles ist dann nass und man kann es auch wirklich nur sehr umständlich reinigen. Es gibt viele Winkel und Ebenen und es ist auch einfach schade, so eine 10 € Mundspülung so zu verschwenden. Okay, sagen wir mal, ich habe hier einen Montagsmodell. Sagen wir mal, normalerweise ist das Ganze dicht. Ich wüsste nicht wieso. Ich habe es mir wirklich im Detail angeschaut und kann nicht erkennen, wo meine Zahnbürste in Defekt haben sollte, aber behaupten wir es einfach mal. Auch mein Kollege Julian testet die Zahnbürste gerade und auch er hat gesagt, einmal zumindest ist bei ihm diese Mundlösung auch da runter gelaufen. Aber selbst wenn das nicht passieren würde, ist so eine Zahnbürste halt im Normalfall nass. Man hat sie gerade abgespült, man hatte sie gerade im Mund und es läuft Feuchtigkeit an der Zahnbürste runter und sei es nur ein Tropfen, der irgendwann aus der Bürste rauskommt und dieser Tropfen landet halt zwangsläufig genau an der Stelle, wo diese zwei Ladekontakte sind. Und das Problem ist, das Wasser kommt nicht nur an diese Stelle, es kann dort auch wirklich verweilen. Es staut sich dort. Strom und Wasser denken jetzt manche: "Aha, es kommt ein Kurzschluss." Nee, das ist nicht das Problem. Vielleicht erinnert ihr euch noch an den Chemieunterricht. Was passiert, wenn Wasser und Strom auf Metall trifft? Das Ganze nennt sich Elekyse. Ja, ist eine Stromerosion, also eine Oxidation, also Rost. Ja, und das Ganze ist halt viel viel schneller der Fall, wenn Strom anliegt und zwar wirklich 10.000 1000 bis eine Millionen mal schneller, als das normalerweise der Fall wäre. Und das erklärt auch, warum ich nach nur einer Woche schon durchgerostete Ladekontakte habe und mir ist das nicht gleich aufgefallen, weil die Camera Jet Akku für 14 Putzgänge hat, was wirklich ganz viel ist. Ihr fragt euch vielleicht, wie konnte ich sie für dieses Video überhaupt noch aufladen? Ja, es ist so ein Reiseadapter dabei, damit lade ich sie jetzt immer. Leute, das ist so ein fataler Designfehler. Ich frage mich wirklich, wie den Dyson Ingenieuren das nicht auffallen konnte. Oral B hat seit 1978 Wireless Charging in seinen Zahnbürsten, um genaau sowas zu verhindern, damit da keine offenen Ladekontakte sind. Und selbst bei meiner Oralb sehe ich, dass am Stromanschluss auch Oxidation ist. Es ist halt ein Badezimmer, da ist Feuchtigkeit, da ist Näse und sowas muss man doch beim Design berücksichtigen. Eine gute Nachricht habe ich aber, der Akku ist relativ leicht auswechselbar. Das ist ja auch nicht bei jeder elektrischen Zahnbürste so. Fazit: Ich fand die Idee von Camera Jet wirklich richtig cool. Ich habe mich extrem darauf gefreut, das Ganze auszuprobieren. Ich liebe verrückte Technikprodukte. Ich liebe es, wenn eine Firma einfach mal was wagt, etwas verrücktes ausprobiert und dass Donyson das getan hat. Das verdient auf jeden Fall Anerkennung und das ist etwas Gutes. Allerdings ist diese Zahnbürste auch wirklich teuer. 480 € dann 10 € für die Zahnpasta mindestens, dann noch die Mundspüllösung im Idealfall und dann haben wir noch mal 15 € für jeden weiteren Bürstenkopf. Ist also ein sehr teures Produkt und wisst ihr was? Auch darüber hätte ich glaube ich noch hinwegshen können, wenn sie perfekt funktioniert, weil dann ist es schon beeindrucktes Produkt und der Dyson Föhn kostet auch 400 € und der kann weniger. [gelächter] Der der ist nur für die Eitelkeit da, aber nicht für die Mundhygiene. Die Sache ist jetzt, man muss halt wirklich eine Putztechnik erlernen. Das ist auf der einen Seite schon wenig intuitiv, da werden sich glaube ich wenige drauf einlassen. Das viel größere Problem ist aber einfach diese Ladestation, dass die bei mir nach einer Woche kaputt ist, ist einfach nur verrückt. Mir fehlen da wirklich die Worte und das ist eine Sache, über die kann ich nicht hinwegshen und deswegen kann ich dieses Produkt in dieser Form auch nicht empfehlen. Ich hoffe gerade deswegen, dass Dyson hier zum einen mit Software Updates die Funktionsweise verbessert und zum anderen schnell an einer anderen Ladelösung arbeitet, damit dann zumindest der Nachfolger ein Produkt ist, was man vielleicht wirklich benutzen möchte. Das war's von diesem Video. Mach's gut. Bis zum nächsten Mal. Ciao.

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